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Für wen ist der Kurs geeignet?

Dieser Kurs richtet sich an gerichtliche Sachverständige aller Fachrichtungen – sowohl an öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige als auch an freie Gutachterinnen und Gutachter, die regelmäßig für Gerichte tätig sind. Ebenso spricht er Sachverständige an, die sich in der Vorbereitung auf eine öffentliche Bestellung befinden oder am Beginn ihrer Tätigkeit stehen und ihre rechtlichen Grundlagen von Anfang an fundiert aufbauen möchten. Zugleich profitieren erfahrene Sachverständige, die ihre Praxis überprüfen, absichern und im Hinblick auf aktuelle Rechtsprechung und Vergütungsfragen weiter schärfen möchten.

Wer wissen möchte, welche Prüfpflichten unmittelbar nach Auftragseingang bestehen, wann Befangenheitsrisiken drohen und wie man ihnen vorbeugt, welche Leistungen tatsächlich vergütungsfähig sind und welche nicht, unter welchen Voraussetzungen der Vergütungsanspruch ganz oder teilweise verloren gehen kann, erhält in diesem Kurs eine systematische, klar strukturierte und an der gerichtlichen Praxis orientierte Darstellung. Der Kurs zeigt nicht nur, was das Gesetz vorgibt, sondern wie diese Vorgaben in der Praxis angewendet und bewertet werden. Er macht transparent, wo die größten rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken liegen und wie sich diese durch umsichtiges, strukturiertes Vorgehen vermeiden lassen. Damit vermittelt der Kurs ein solides Fundament für eine rechtssichere, professionelle und zugleich wirtschaftlich stabile Tätigkeit als gerichtlicher Sachverständiger. Er stärkt die Position des Sachverständigen im Verfahren, schärft dessen Bewusstsein für rechtliche Grenzen und hilft dabei, den Vergütungsanspruch sachgerecht und vollständig durchzusetzen.

Aus welchen Inhalten besteht der Kurs?

Der Kurs vermittelt eine systematische und praxisorientierte Darstellung der rechtlichen Grundlagen der Tätigkeit als gerichtlicher Sachverständiger. Er folgt dem typischen Ablauf eines Sachverständigenauftrags – von der Beauftragung bis zur Vergütung.

Behandelt werden die Pflichten nach Auftragseingang im Sinne von § 407a ZPO sowie die Anforderungen an eine ordnungsgemäße und höchstpersönliche Gutachtenerstattung einschließlich der Folgen von Pflichtverstößen (§ 8a JVEG). Ein besonderer Fokus liegt auf der Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit. Dargestellt werden typische Risikokonstellationen wie die Überschreitung des Gutachtenauftrags, inhaltliche Mängel, unsachliche oder wertende Äußerungen sowie persönliche oder fachliche Beziehungen zu Verfahrensbeteiligten. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf dem sachgerechten Verhalten vor und bei Ortsterminen. Erläutert werden die rechtlichen Maßstäbe einer erfolgreichen Ablehnung und deren Auswirkungen auf die Verwertbarkeit des Gutachtens und den Vergütungsanspruch. Zentraler Bestandteil ist zudem die Vergütung nach dem JVEG; behandelt werden die Zeitvergütung nach § 8 JVEG mit der Unterscheidung zwischen vergütungsfähigen und nicht vergütungsfähigen Tätigkeiten sowie besondere und sonstige Aufwendungen nach §§ 7 und 12 JVEG.

Der Kurs verbindet gesetzliche Grundlagen mit aktueller Rechtsprechung und praxisnahen Fallbeispielen. Dabei bleibt es nicht bei der bloßen Darstellung rechtlicher Maßstäbe: Zu jedem Themenbereich werden konkrete Praxistipps und Handlungsempfehlungen vermittelt, die im beruflichen Alltag von Sachverständigen unmittelbar umsetzbar sind. Der Kurs zeigt nicht nur, wie Gerichte bestimmte Konstellationen rechtlich bewerten, sondern auch, wie Sachverständige durch vorausschauendes und strukturiertes Vorgehen typische Fehler vermeiden und ihre Position stärken können.

Ihre Seminarleiter

Ihr Seminarleiter ist Dr. Sascha Scheikholeslami-Sabzewari, Richter am Landgericht in Schleswig-Holstein, Mediator und langjähriger Lehrbeauftragter der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. In seiner richterlichen Tätigkeit befasst er sich regelmäßig mit Verfahren, in denen Sachverständigengutachten für die Entscheidungsfindung von zentraler Bedeutung sind. Dabei gehören sowohl die inhaltliche Würdigung von Gutachten als auch die Prüfung von Befangenheitsanträgen, Fragen der ordnungsgemäßen Gutachtenerstattung und vergütungsrechtliche Problemstellungen zu seinem beruflichen Alltag.

Seit vielen Jahren setzt sich Dr. Scheikholeslami-Sabzewari praktisch wie wissenschaftlich intensiv mit dem Sachverständigenrecht auseinander. Seine Veröffentlichungen behandeln insbesondere die rechtliche Stellung des Sachverständigen im Verfahren, die Reichweite und Grenzen sachverständiger Tätigkeit, typische Pflichtenkonstellationen, Fragen der Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit, die Verwertbarkeit von Gutachten sowie die Systematik und Durchsetzung von Vergütungsansprüchen nach dem JVEG. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig in einschlägigen Fachzeitschriften und zeichnen sich durch eine präzise Analyse der Rechtsprechung sowie eine klare, praxisnahe Aufarbeitung aus.

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Nach erfolgreicher Teilnahme am Online-Kurs erhalten Sie von Evolva eine Teilnahmebescheinigung.

Kurs Inhalt

Einführung 1 Aufgabe
Lektion Inhalt
0% abgeschlossen 0/1 Schritte
Modul 1: Sachverständigenpflichten nach Auftragseingang und Folgen bei Pflichtverstoß
Einleitung
I. Prüfung der Fachkompetenz 4 Aufgaben
II. Erkennbarkeit von Befangenheitsgründen 3 Aufgaben
III. Verständlichkeit des Beweisbeschlusses 5 Aufgaben
V. Ablehnung des Gutachtenauftrags
Modul 2: Sachverständigenpflichten bei Gutachtenerstattung und Folgen bei Pflichtverstoß
Einleitung
II. Pflicht zur Erbringung einer mangelfreien Leistung 5 Aufgaben
Modul 3: Die Vergütung des Sachverständigen
I. Allgemeines
V. Frist
Kursabschluss
Résumé